Das Öko-Gewissen der Schule

Die Umwelt-AG am Tübinger Uhlandgymnasium gibt der Rektorin nützliche Tipps zum Energiesparen

Mit einer Umwelt-AG will das Tübinger Uhlandgymnasium bei seinen Schülern ein Bewusstsein für die aktuellen Klimaprobleme schaffen. Die Teilnehmer lernen dabei auch, dass jeder Einzelne etwas zur Verbesserung der Umwelt beitragen kann. Die Gruppe ist auch das ökologische Gewissen der Schule.


Eigentlich gibt es unsere Umwelt-AG noch gar nicht so lange, gerade mal ein Jahr, um genau zu sein.”, erklärt Kira Rambow-Höschele von der Öko-Gruppe des Uhlandgymnasiums in Tübingen. Die 17-Jährige berichtet, dass die Schule früher nie auf den sparsamen Umgang mit Energie oder umweltschonende Technik geachtet habe. Bis auf Initiative des Kultusministeriums eine Umweltarbeitsgemeinschaft gegründet wurde. Rambow -Höschele war gleich angetan von dem neuen Projekt und ließ sich zur Mentorin für Natur- und Umweltschutz ausbilden.

Mittlerweile machen ein Dutzend Schüler mit, bunt gemischt aus allen Klassenstufen. Ein zentrales Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft besteht darin, die eigene Schule ökologischer zu gestalten. Etwa beim Lüften der Klassenzimmer. „Bei offenen Fenstern dürfen die Heizungen nicht voll aufgedreht sein“, betont Rambow -Höschele. „Auch die Lichter im Schulgebäude sollen nicht mehr so verschwenderisch angeknipst werden“, mahnt die Schülerin. „Es können ja auch Energiesparlampen verwendet werden.“ Und werden die elektronischen Geräte nicht genutzt, sollen sie nach Meinung der engagierten Umweltschützerin ganz ausgeschaltet werden, statt sie nur auf dem Standby-Modus zu belassen.

Im Vergleich zu anderen Städten ist Tübingen relativ sauber. Durch das viele Grün in und um die Unistadt ist auch die Luft relativ gesund. Im Neckar fließt jedoch zu fast 95 Prozent Abwasser. Das zeigen Messungen, die von der Umwelt-AG durchgeführt wurden. Aus diesem Grund leben in dem Fluss fast keine Fischarten, die sich in sauberen Gewässern tummeln. Kira Rambow-Höschele hofft, dass die Öko-AG ihrer Schule noch von vielen Jugendlichen unterstützt wird, die ihren Alltag dann umweltfreundlich gestalten. „Schon alleine durch Fahrrad fahren oder durch das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel, wie zum Beispiel dem Bus, der ohnehin das umweltfreundlichste öffentliche Verkehrsmittel ist, wird der Umwelt geholfen.“

Sobald die Schülerinnen und Schüler das nötige Geld beisammen haben, wollen sie auch eine Photovoltaikanlage bauen.

Weitere Infos über die Öko-AG gibt es im Internet unter www.ug-projekte.de
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